Freitag, 3. Oktober 2008

Harfenkonzert auf Burg Hohenstein

Hohenstein, schon wieder Hohenstein? Tja, was kann ich denn dafür, wenn unsere Freizeit sich momentan zum großen Teil dort abspielt und dort immer wieder spannende Dinge zu erleben sind?
Letztes Wochenende (27.09.08) waren wir wieder dort.
Steffen, Kira, die aus der Schweiz gerade zu Besuch war, Fuchur und ich waren am Samstag Bogenschießen auf dem Parcour. Momentan könnte ich jeden Tag Bogenschießen gehen! :) Die Bilder vom Bogenschießen sind hier.
Um 15h fand in der Kapelle der Burg Hohenstein ein Harfenkonzert statt.
Das Programm beinhaltete 16 Lieder, die einzeln, zu 2. oder zu 4. gespielt wurden. Vier Harfinistinnen waren da: Maja Taube, ihres Zeichens Harfenlehrerin mit drei ihrer Schülerinnen: Kim Schmid, Sissi Andersen und Brigitte Nodnagel. Obwohl die Schülerinnen nur 2-3 Jahre spielten, war das Konzert eine wahre Wonne.

Mir haben gerade traditionelle Stücke (Greensleeves, The pretty maid, Glen Fiddich, An dro) sehr gut gefallen. Auch die Stücke auf 2 Harfen fand ich ganz ausgesprochen toll. Und die Eigenkompositionen (Kim Schmid spielte ein eigenes Stück und Maja Taube auch) waren auch sehr schön.
Hier einige Kostproben (tut mir Leid, dass die Videos teilweise um 90° gedreht sind!):





Die Location war natürlich auch super. Die Kapelle war leider etwas zu klein, und platzte ob des Besucheransturms aus allen Nähten. Alle Bilder dazu gibt es hier.

Das ganze Konzert vermittelte ein verträumtes, (be-)rührendes Gefühl. Man kann in dieser Musik richtig aufgehen. Dabei fiel mir ein, dass ich unbedingt mal lernen wollte, Harfe zu spielen. Ich habe mich auch gleich mal versucht:

Die größte Schwierigkeit dabei war, dass die rechte Hand "umgekehrt" ist. Auf dem Klavier spielt man rechts mit dem Daumen den tiefen Ton, und mit dem kleinen Finger den hohen. Auf der Harfe ist es umgekehrt: die linke Hand ist "richtig" (kleiner Finger = tiefer Ton), aber die recht Hand nicht, denn da spielt der kleine Finger ebenfalls die tiefen Töne. Das ist eine ziemlich Umstellung, gerade wenn man - wie ich - viel nach Gefühl spielt.
Bei diesen Harfen handelte es sich um Hakenharfen, wo durch ein Haken oben die Saite um einen halben Ton nach oben verschoben werden kann. Ich habe versucht, die Harfe "nach Gefühl" zumindest eine Oktave zu stimmen, komplett erfolgfrei. Kein Wunder: die Harfe komplett ohne Umstellungen ist nicht auf C oder F gestimmt, wie man es erwarten könnte, sondern auf Es Dur (damit alle Tonhöhen spielbar sind).


















Es war ein erhabener Tag. Er weckte etwas in mir, was lange geschlafen hatte: die inbrünstige Liebe zur Musik, zum Musizieren, zum Teil der Musik werden. Darüber berichte ich auch in meinem persönlichen Blog.

Sonntag, 14. September 2008

Burgbelebung in Hohenstein

Seit einigen Monaten gehen Steffen und ich regelmäßig nach Hohenstein zum Bogenschießen. Als es darum ging, einen kleinen Schießstand am Tag des offenen Denkmals anzubieten, wo Leute oft zum ersten Mal schießen konnten, waren wir auch gleich dabei. Der Schießstand war ziemlich weit oben, relativ kurz vor der Burg. hier sieht man es vom Burgfried aus:

Benjamin, Steffen, Richie und ich haben den Stand betreut und die Besucher auf dem Weg nach oben oder nach unten "abgefangen". Es war recht interessant, weil viele nur rumstanden, und sich nicht wirklich getraut haben. Nachdem wir sie angesprochen haben, haben viele versucht, und waren gnadenlos begeistert.
Das Wetter war unerwartet klar - und sehr, sehr kalt. Es zog ein so kalter Wind, dass ich über der Tunika einen dicken Daunenmantel anzog (den ich zum Glück dabei hatte!).
Wir haben oft "ansagen - abschießen" gespielt: ich sage an "rechts oben", schieß mein Pfeil ab, und der andere muss (ebenfalls) das treffen, was ich angesagt habe. Ich schieße also auf rechts oben, Richie schießt praktisch zeitgleich, und sein Pfeil schrammt an meinem entlang und bohrt sich genau daneben in die Zielscheibe ein:













Nachdem das gelungen war, haben Richie und Steffen "Wilhelm Tell" gespielt:

Nein, liebe Kinder, bitte nicht nachahmen! :) Das waren die Blödeleien so zwischendurch...
Meine persönlichen Highlights des Tages:
Der 9-jährige Noah, der einen 20-Pfund-Bogen (den ich in letzter Zeit häufig schieße) locker leicht zog, und dabei ein super schönes Schußbild hinbekam:



















Ein Pärchen, von dem das Mädel zuerst nicht recht wollte, und dann unglaublich gut schoss.
Ein höchstens 16-jähriges Mädel, für das "sich ein Traum erfüllt hat".
Eine Linkshänderin, die mit einem Rechtshänderbogen erwartungsgemäß schlechte Erfahrungen gemacht hatte, und die mit einem beidhändigen Bogen traumhaft schoß: Zuerst 2 Pfeile auf einer perfekt senkrechten Linie (einer etwas zu weit oben, einer etwas zu weit unten) zu weit rechts, dann 2 auf einer perfekt senkrechten Linie (wieder einer oben, einer unten) genau in der Mitte, und den letzten Pfeil genau mitten ins Zielkreuz rein (dass ich davon kein Bild gemacht habe, ärgert mich!).
Es war ein Tag voller kleiner Erfolge.
Steffen und ich haben zwischendurch auch immer wieder mal geschossen.

Ziemlich gut, sollte man sagen! :)
Die Burg selber, die wir noch nicht kannten (wir sind immer nur auf dem Parcour unmittelbar dahinter), ist wunderschön. Wir nutzten die Gelegenheit, dass kundige "Burgfreunde" anwesend waren, und machten eine Führung durch die Burg und ihre interessante Geschichte.

Sie ist nicht nur wunderschön: es gibt dort oben auch viele schön angelegte und gepflegte Kräutergärten, wo es mir in den Fingern juckt, Hilfe anzubieten! :)

Oben auf der Burg ging es heiß her.
Andi präsentierte mit einer Gruppe Schwertschaukämpfe:



























Es wurde jongliert (man erkennt es auf den Fotos leider nicht, aber die Jongleure haben sich die Keulen gegenseitig zugeworfen), auch mit Feuer:






















Danach wurde es noch heißer - Feuerspucken mit Gegenwind:


Ruckzuck war es 18h, wir gingen ans Abbauen, und saßen danach noch gemütlich zusammen, bei Kaffee und Kuchen. Unglaublich, wie schnell ein solcher Tag vorbei geht!
Es war ein wunderschöner Tag. Wir hatten viel Spaß, und wussten abends auch, was wir gemacht hatten. Der Muskelkater und die wenigen blauen Flecken werden uns noch einige Tage daran erinnern. Zumindest bis nächsten Sonntag müssen sie halten, dann sind wir ja schon wieder oben zum Herbstturnier angemeldet.
Wer noch mehr Bilder sehen will, findet sie HIER.

Freitag, 9. Mai 2008

Lebendiges Museum Burgthann

So, endlich komme ich mal zum Berichten.
Am 27. April waren wir in Burgthann, zum lebendigen Museum.
Burgthann liegt gar nicht weit weg von hier, Steffen und ich hatten die Burg schon mal besichtigt (Februar 2005). Durch eine Kollegin vom Schwimmen erfuhr ich von dieser Veranstaltung. Die Ankündigung reizte mich, so dass ich meinen Bruder Benjamin und eine Freundin von ihm einpackte und wir fuhren gemeinsam dahin.

Es wurden verschiedene alte Berufe "ausgestellt", oder besser gesagt: es wurden Leute, die alte Berufe noch können, zusammen getrommelt, und die haben Sachen dann vorgeführt wie spinnen, weben, stricken, sticken, klöppeln, Kamm machen, Stoff bedrucken, töpfern, Holz schnitzeln, Springerle bemalen, Gold schmieden, Körbe flechten und und und.
Es war un-glaub-lich. Das Spinnen hat mich am meisten gefesselt. Es war nämlich unglaublich schwierig, Hände und Füße so zu koordinieren, dass ein vernünftiger Faden entstand.

Weben ist auch spannend, aber bei Weitem nicht so schwer:

Sämtliche Bilder sind auf Picasa zu sehen.
Ich hoffe, nächstes Jahr komme ich früher hinter diese Veranstaltung, dann werde ich sie selbstverständlich gerne weitergeben!

Montag, 24. März 2008

Name ist Programm

Erst am Ostermontag kamen Steffen und ich zum Osterspaziergang.
Dieser führte uns nach (man kann es kaum glauben) OSTERNohe! :)
Nach Osternohe oben am Berg kommt Schlossberg, ein Dorf mit annähernd sovielen Einwohnern wie unser Haus hier in Nürnberg welche hat! :)
Dort lag der Schnee noch richtig hoch, und Fuchur machte sich einen Spaß daraus, diesen zu zertreten, zerfressen, jagen usw.






Hier nochmal ein Bild, wie sie versucht, einen Schneeball zu fressen:

Und so hat sie zum Schluss ausgesehen:

Nachdem wir unseren Hund ausreichend ermüdet hatten, sind wir weiter zur Burg.
Von der sah man alte Mauern hinter Bergen von Schnee:

Oben auf dem Fels kann man den Turm noch sehen:

Wie viele andere Burgen in der fränkischen geht die Burg in dem Fels so über, dass man teilweise schlecht sagen kann, ob ein Teil gebaut oder natürlich entstanden ist.
Der Schnee war zwar wunderschön, aber um die Burg selber zu sehen zugegebenermaßen etwas kontraproduktiv. Andere "Abenteurer" waren schon vor uns dagewesen, der Schnee war zertreten und teilweise rutschig. Steffen - wie könnte es anders sein - hat sich den Berg zwar rauf getraut, aber der Sprung in den Turm hat er zum Glück unterlassen! :)
Fuchur saß die ganze Zeit mit mir an der Bank unten, hat keine Sekunde die Augen von Herrchen gelassen, und hat sichtlich gelitten. Ich weiß nicht, ob aus Angst ums Herrle oder weil sie selber mitwollte - vermutlich von beiden etwas.


Weil die A9 komplett verstaut war, sind wir über die Dörfer heimgefahren, und haben in der Privatbrauerei Wolfshöhe Halt gemacht. Dort sind sie sehr kinderfreundlich (Kinder unter 1 m kriegen sogar eine Fanta, ein Kloß mit Soße oder Pommes umsonst!), haben eine eigene Spielecke, und überall an den Tischen liegen auch Plüschtiere herum. Auch Hunde sind dort willkommen (zumal ein so guterzogener wie unserer :) ), und das Essen ist gut und sehr preiswert.
Der komplette Spaziergang ist sehr zu empfehlen! :)

Sonntag, 30. September 2007

Bogenschützen und Hohenstein

Zugegebenermaßen, zu einer Burgruine taugt Hohenstein nicht.
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Aber wir waren auch nicht wirklich wegen der Burg dort - zumindest heute nicht.
Heute waren wir dort, weil wir dort Bogen schießen wollten.
In einem Parcour im Wald konnten wir auf Schaumstofftiere schießen... Es war super unterhaltsam, wir hatten eine tolle Gruppe, und auf "Tiere" zu schießen ist doch mal ganz was anderes als auf Zielscheiben auf einer Wiese! :)
Zum Schluss fand dann das große "Schieß-den-Bären-ab" statt (von ca. 50 m auf einen ca. 80 cm großen "Bären")
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Dem armen Bären ging es zum Schluss gar nicht gut! :(

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Zum Schluss wurden unter den Apfelbäumen dann die Sieger gekürt.
Naja, die Umgebung war mal wieder traumhaft, und ich kann es mit der Burgbesichtigung selber kaum abwarten!!

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In diesem Sinne... Hohenstein, wir kommen wieder, und Hartenstein nehmen wir auch gleich mit! :)
LG
moni

Dienstag, 25. September 2007

Burgruine Haimburg ***

Das war die Burgruine vom letzten Sonntag, den 23. September 2007.
Die habe ich auf www.burgenseite.de gefunden, hat uns gleich interessiert und ist auch noch hier in der nähe. Also sind wir - wieder bei strahlendem Sonnenschein - Richtung Altdorf aufgebrochen.
Wir stellten das Auto ab, und gingen erstmal eine Runde durch den Wald spazieren, wobei wir die Burgruine zu unserer Linken zurückließen. Nach einer ziemlich weiten Runde stießen wir von der anderen Seite auf die Ruine drauf, die im Buchenwald kaum zu erkennen war. Die Aussicht von da oben war übrigens gigantisch!
Zugegebenermaßen: solche Ruinen sind wirklich etwas für Leute, die gerne ihre Phantasie mit Fragen beschäftigen, wo ein Tor oder ein Turm gestanden haben mag. Aber die Lage der Burg ist super schön, und die Ruine selber strahlt noch eine positive Grundstimmung aus. Bis wir "das Zeichen" entdeckten - was ich dann doch etwas unheimlich fand.
Die Videos sind diesmal nicht gar so gut - man sieht den Wald, öhm die Ruine, vor lauter Bäumen kaum...

Die Burg muss mal ursprünglich von 2 Gräben zum Plateu hin umgeben worden sein, allem Anschein nach waren es natürliche Schluchten (weil Steffen dies von Anfang an vermutete habe ich sie Steffen-Schlucht getauft), die Burg selber war nicht gerade klein, und der Weg zum Eingang (Video 3) muss wohl durch 2 Tore befestigt gewesen sein...

Der Wald bei Haimburg



Der 2. Graben


Der Weg und die Burg


Die Außenmauern


Mehr von der Burg


Unsere Vermutungen


Das Zeichen


Tja, dieses Zeichen gab uns Rätsel auf.
Warum war genau diese Stelle frei von Laub? Warum war die Wand an dieser Stelle nicht verdreckt? Wer hat dieses Zeichen gemacht? Warum unten in der Schlucht?
Fragen über Fragen...
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Sonntag, 23. September 2007

Burgruine Pappenheim*****

Am Sonntag, den 16. September 2007 haben wir bei strahlendem Sonnenschein die Burgruine Pappenheim besucht.
Neben der Burgruine selber, die noch gut erhalten ist, gibt es zahlreiche Kräutergärten (Kräuter die mir Weinreben zusammen wachsen, Weildrosen, einheimische und fremdländische Heilkräuter usw.) auf den verschiedenen Ebenen der Burg zu besichtigen. Zudem eine Ausstellung über die Pappenheimer, ein Folterkeller, Rittersaale und eine Kapelle
Gleich am Eingang kann man bei der Kasse zahlreiche Souvenirs der Burg erwerben, sowie interessantes Informationsmaterial (extra erwähnt: ein Führer durch die Heilkräuter, mit deutschem und lateinischem Namen, Verwendungszweck und Wachstumseigenschaften der Pflanzen für nur 5€), und mittelalterliche Gimmicks.
Wenn man nach der Burgbesichtigung dann Durst und Hunger bekommt, kann man am Biergarten - schön im Schatten der Linden gelegen - etwas zu essen und zu trinken bekommen.
Bewertung: ein rundum empfehlenswertes Reiseziel. Für die Burg sollte man mind. 2-3 Stunden einplanen, wer sich für Pflanzen interessiert locker mal das doppelte! :)

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Sicht aus dem äußeren Garten


Sicht auf den ersten Kräutergarten


Sicht vom inneren Burgfried


Fuchur wartet auf Steffen


Oben auf dem Turm


Wildrosengarten


Modell der Burg Pappenheim


Der (sog.) Weingarten


Der Biergarten


Heilkräutergarten I


Heilkräutergarten II